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Quelle: www.eichhorn-siegel.de
Für größere Stückzahlen oder wenn es schnell gehen soll Dafür empfehlen wir die moderne Art des Versiegelns mittels Siegelpistole und Wachssticks. Die Pistole funktioniert im Prinzip wie eine Heißklebepistole. Die Temperatur des Gerätes ist auf den Schmelzpunkt des Wachses eingestellt. Die herkömmliche Art des Versiegelns mit Siegellack-Stangen
Siegelpistole einige Minuten vorheizen, Wachssticks hinein geben, zähflüssiges Wachs kommt nach Drücken des Triggers vorn aus der Pistole. Ab und zu muss die Stange Siegelwachs von Hand etwas nachgeschoben werden. Die Petschaft kann in das weiche Siegelwachs abgedrückt werden und ist nach kurzem Auskühlen bereits fertig.
Sie erhalten schöne, gleichmäßige und saubere Siegelabdrücke mit mattem Glanz ohne Rußschleier. Die Anwendung mit der Siegelpistole ist sehr einfach und auch für Kinder (unter Aufsicht) geeignet, da nicht mit offenem Feuer hantiert wird.
Bitte beachten Sie, dass nur die speziellen Siegelwachssticks damit verarbeitet werden können, normale Stangen Siegellack oder Siegelwachs passen nicht hinein.
Der Siegellack wird über einer Flamme erhitzt. Gut geeignet ist eine Siegellampe (Spiritusbrenner), weil dabei keine Rußbildung entsteht. Falls Rußschleier erwünscht sind, können Sie den Siegellack auch über einer Kerze oder über dem Feuerzeug (man verbrennt sich dabei schnell die Finger) erhitzen. Siegellack-Stange über der Flamme ständig drehen, um ein vorzeitiges Abtropfen zu verhindern.
Den erweichten Teil auf dem Papier abstreichen, evt. die Siegelgröße vorher aufmalen das erleichtert das Abschätzen der benötigten Menge. Ein- bis zweimaliges Auftragen des Lackes reicht in der Regel bei einem Siegel mit 20-25mm Durchmesser. Die Petschaft (Siegel) muss absolut sauber und kalt sein. Kurzes Anhauchen oder dünn mit Speiseöl einreiben erleichtert das Siegeln, da sich die Petschaft leichter aus dem Lack löst. Dann das Siegel ca. 3-5 Sekunden in den weichen Siegellack drücken. Gezogene Siegellack-Fäden können nach Erkalten einfach entfernt werden. Bitte planen Sie hierfür etwas mehr Zeit ein, Übung macht den Meister.
Siegellack Stangen im Schmelzlöffel erhitzen
Ein Stückchen Siegellack von der Stange abbrechen. In einen Löffel (möglichst mit Holzgriff oder den Löffelstiel mit einem Lappen umwickeln, sonst wird es heiß) geben. Über einer Flamme (Spiritusbrenner rußt nicht) erhitzen, schmelzen lassen und auf die vorbereitete Papierfläche ausgießen. Das kalte, saubere Siegel in den zähflüssigen Siegellack abdrücken. Nach einigen Sekunden kann das Siegel aus dem Lack vorsichtig abgehoben werden.
Vorteil: Der Siegellack ist beim Ausgießen sehr weich, es ist genug Zeit vorhanden, um das Siegel in den Lack zu drücken.
Siegelwachs Stangen mit Docht
Die Anwendung von Siegelwachs mit Docht ist recht unkompliziert. Wachsstange am Docht anzünden und auf das vorbereitete Papier abtropfen lassen.
Die kalte, saubere Petschaft in den zähflüssigen Siegellack drücken. Nach einigen Sekunden kann das Siegel aus dem Lack vorsichtig abgehoben werden. Jetzt muß das Siegel noch einige Sekunden erkalten, dann ist es fertig. Da das Wachs direkt angezündet wird, kommt es dabei immer zu Rußschleiern. Das gibt das nostalgische Aussehen und ist oftmals ein erwünschter Nebeneffekt.
Veredeln des Siegelabdruckes- zweifarbige Siegel
Zweifarbige Siegel erhalten Sie zum einen mit dem Siegelkissen, erhältlich in gold und silber. Dabei wird die Petschaft erst im Siegelkissen und danach im weichen vorbereiteten Siegellack (oder Siegelwachs) abgedrückt. Das fertige Siegel hat einen gold- oder silberfarbigen Hintergrund. Die Gravur (Monogramm oder andere) erscheint in der Farbe des Siegellackes und hebt sich schön vom Hintergrund ab.
Um direkt die Schrift (Gravur) im Siegelabdruck einzufärben, verwendet man den Siegelstift (zweifarbig, eine Seite ist gold, die andere Seite silber). In dem Fall wird die Schrift auf dem fertigen Siegel nach Erkalten einfach mit dem Spezialstift eingefärbt und hebt sich dadurch von der Farbe des Siegellackes ab. Das gibt sehr schöne Kontraste.
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